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Bodenverbesserung

Kompost: Unser Schatz im Garten  (Ev. Sozialseminar am 13.10.2020)

2020kompostKompost ist wichtig für die Böden. Doch immer weniger Menschen machen ihn selbst. Foto: PixabayIn Deutschland leisteten 2019 fast neun Millionen Menschen regelmäßig Gartenarbeit. Hausgärten werden jedoch sehr unterschiedlich genutzt und gepflegt. Kompost stellen nur noch wenige Gartenbesitzer selber her.

In der Biotonne und in Kompostierungsanlagen landen jährlich riesige Mengen an Bioabfällen. Was passiert damit eigentlich? Und was fehlt dadurch den Böden? Warum kann diese Lücke nicht durch Mineraldünger ausgefüllt werden? Was können die Menschen dem Boden Gutes tun? Der Boden ist ein faszinierendes Universum, das lange Zeit zu wenig Beachtung erhielt. Ein Blick auf dieses Wunder macht deutlich, welcher Schatz im Kompost verborgen ist. Und wie einfach es sein kann, selbst zu kompostieren. 
Dr. Anja Oetmann-Mennen und Dr. Hartwig Mennen hielten dazu im Rahmen des Evangelischen Sozialseminars den Vortrag "Kompost: unser Schatz im Garten", der hier als PDF Dokument verfügbar ist.

 

Pflanzenbau und Bodenschutz (Fachgespräch am 30.09.2020)

Die Trockenheit in den letzten drei Jahren verursachte vielerorts empfindliche Ertragsausfälle. Im Frühjahr wirbelten starke Böen an trockenen Maisstandorten den Boden auf und führten zu Staubstürmen. Bodenverluste durch Winderosion waren die Folge. Wie können die Böden besser geschützt werden?
Eine trockentolerante Pflanze mit einem sehr tiefreichenden Wurzelsystem für nahezu jeden Standort ist das Riesenweizengras, das mit dem Weizen verwandt ist. Das ausdauernde Gras stammt aus Vorderasien und kann bis zweieinhalb Meter hoch werden. Im ersten Jahr entwickelt sich das wärmeliebende Gras vor allem mit unterirdischen Planzenteilen, so dass erst ab dem zweiten Jahr geerntet werden kann. Derzeit wird das Gras überwiegend für Biogas genutzt, allerdings ist auch eine Verwendung als Brennstoff oder eine stoffliche Verwertung denkbar.
Hanf20 hanf als Kulturpflanze wird schon mehr als 5.000 Jahr sehr vielseitig genutzt. Hanfsamen eignen sich für den menschlichen Verzehr, enthalten wertvolle Pflanzenöle und Substanzen und liefern Rohstoffe für Arzneimittel. Die Fasern wurden früher für das Schiffstauwerk und Textilien genutzt, heute können sie als z.B. Verbundstoffe und für die Wärmeisolierung genutzt werden. Hanf bildet innerhalb kurzer Zeit viel Biomasse und wurde früher häufig auf ausgelaugten, verhärteten Böden gesät, um den Boden zu lockern und für anspruchsvollere Pflanzen vorzubereiten. Aktuell finden in NRW Versuche mit Winterhanf als Zwischenfrucht statt.
Immer häufiger werden Mais und Stangenbohnen für den Mischanbau angeboten. Ein Mais-Stangenbohnen-Gemenge erhöht den Eiweißgehalt des Futters und erweitert die Fruchtfolge. Die starke Beschattung reduziert den Unkrautdruck, während gleichzeitig der Boden besser geschützt und die Bodengare gefördert wird.
Dr. Michael Dickeduisberg leitet den Sachbereich Acker- und Pflanzenbau im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse. Er stellt am 30. September 2020 ab 19:00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Kattenvenne Versuchsergebnisse und Erfahrungen zu diesen Pflanzen vor.  Aufgrund der aktuellen Situation ist die Teilnehmerzahl begrenzt und eine Anmeldung (05484-962222) erforderlich. Die Teilnahmegebühr zur Kostendeckung beträgt 10 €.

 

Mykorrhizen im Pflanzenbau (Fachgespräch am 03.09.2020)

Besonders auf leichten Böden sorgen extreme Wetterlagen mit Dürreperioden für spärliche Ernteerträge. Was können Landwirte in dieser Situation leisten, um Pflanzen vor den Auswirkungen der Trockenheit zu schützen? Mykorrhizen bieten eine effektive Möglichkeit.
Eine Mykorrhiza ist eine Symbiose zwischen Pflanzen und spezifischen Pilzen. Der Pilz befindet sich dabei in einem engen Kontakt mit dem Feinwurzelsystem der Pflanze. Die Symbiosen von Pilzen (myces) und Pflanzenwurzeln (rhiza) wurden 1885 erstmals am Beispiel von Buchen beschrieben. Später fand man heraus, dass Mykorrhizen bei Landpflanzen sehr verbreitet sind und auch bei vielen Kulturpflanzen vorkommen.
Mykorrhizapilze erhalten von der Pflanze Assimilate aus der Photosynthese, die für den Energiestoffwechsel wichtig sind. Umgekehrt versorgen sie die Pflanze mit Mineralstoffen und Wasser, die sie erheblich besser aus dem Boden gewinnen können. Die Pilze erhöhen damit die Trockenheitsresistenz der Pflanzen, was gerade auf leichten Böden oder in Trockenphasen für das Wachstum wichtig ist. Darüber hinaus bilden Mykorrhizen einen gewissen Schutz vor Pathogenen.
Der Handel bietet seit einiger Zeit vermehrt Dünger mit Mykorrhizapilzen an. Gleichzeitig führen einige Unternehmen Anbauversuche mit gebeiztem Saatgut durch, die zur Verbesserung der Trockenheitsresistenz von Pflanzen beitragen können.
Hinweis: In einem Gesprächskreis vertiefen wir mit Landwirten am 03. September in Kattenvenne diese Thematik. Dabei informieren wir über Versuchsergebnisse und sprechen über geplante Anbauversuche für 2021. Bei Interesse setzen Sie sich bitte mit uns unter 05484-962222 in Verbindung.

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